Landing Page erstellen: 7 Regeln für Seiten die Anfragen bringen
Du hast Traffic, aber keine Anfragen? Dann liegt es meistens an der Seite, auf der Besucher landen. 7 Regeln für Landing Pages die wirklich konvertieren.
Du hast Traffic. Leute kommen auf deine Seite. Aber dann? Nichts. Keine Anfrage, kein Anruf, kein Kontaktformular ausgefüllt. Das Problem ist meistens nicht der Traffic — sondern die Seite, auf der die Leute landen.
Eine gute Landing Page hat genau eine Aufgabe: den Besucher zu einer Handlung bewegen. Klingt simpel. Ist es auch, wenn du weißt, worauf es ankommt. Hier sind die 7 Regeln, die den Unterschied machen.
Was ist eine Landing Page überhaupt?
Kurze Begriffsklärung, weil das oft durcheinander geht: Eine Landing Page ist nicht einfach "irgendeine Seite". Es ist eine Seite mit einem einzigen Ziel. Keine Navigation, die ablenkt. Kein "Schau dir auch mal unsere Geschichte an". Ein Ziel. Eine Handlung.
Das kann ein Kontaktformular sein, ein Anruf-Button, eine Newsletter-Anmeldung oder eine Terminbuchung. Egal was — die ganze Seite arbeitet auf dieses eine Ziel hin.
Deine Startseite ist keine Landing Page. Dein Blog ist keine Landing Page. Selbst deine Leistungsseite ist streng genommen keine, obwohl sie ähnlich funktionieren kann.
Regel 1: Eine Seite, ein Ziel
Der häufigste Fehler bei Landing Pages: zu viel auf einmal wollen. "Der Besucher soll das Formular ausfüllen, ODER anrufen, ODER erstmal den Blog lesen, ODER uns auf Social Media folgen." Das funktioniert nicht.
Jede zusätzliche Option senkt die Wahrscheinlichkeit, dass irgendeine davon gewählt wird. Psychologen nennen das die Paradox of Choice — je mehr Optionen, desto weniger Entscheidungen.
Entscheide dich vor dem Bauen: Was soll der Besucher tun? Alles andere fliegt raus.
Bei meinem kostenlosen Website-Check gibt es zum Beispiel genau eine Aktion: Formular ausfüllen. Kein Menü, keine Sidebar, kein "Vielleicht erstmal unsere Preise checken". Eine Sache.
Regel 2: Die Headline entscheidet in 3 Sekunden
Studien von Nielsen Norman Group zeigen: Besucher entscheiden in etwa 10 Sekunden, ob sie auf einer Seite bleiben oder abspringen. Realistisch hast du 3 davon, um die Headline zu liefern.
Deine Headline muss zwei Dinge tun: Dem Besucher sagen, dass er richtig ist. Und einen klaren Nutzen kommunizieren.
"Willkommen auf unserer Website" macht keins von beidem. "Wir sind ein junges, dynamisches Team" auch nicht.
Was funktioniert: "Mehr Kundenanfragen durch eine Website, die verkauft." Oder: "Dein kostenloser Website-Check in 48 Stunden." Klar und auf den Punkt.
Ein Tipp aus der Praxis: Schreib die Headline zuletzt. Wenn der Rest der Seite steht, weißt du viel besser, was die Kernaussage sein soll.
Regel 3: Social Proof ist nicht optional
Keiner will der Erste sein. Das ist menschlich. Wenn ein Restaurant leer ist, gehst du auch nicht rein — obwohl das Essen vielleicht gut ist.
Auf Landing Pages funktioniert Social Proof in verschiedenen Formen: Kundenstimmen mit echtem Namen und Firma, Logos von Kunden oder Partnern, konkrete Zahlen wie "127 Projekte umgesetzt", oder eingebundene Google-Bewertungen.
Generische Testimonials wie "Toller Service, immer wieder gerne!" bringen wenig. Je konkreter, desto besser. "Seit dem Relaunch haben wir 40% mehr Anfragen über die Website" — das überzeugt.
Wenn du noch keine Kundenstimmen hast: Fang heute an, danach zu fragen. Jeder zufriedene Kunde gibt dir gerne ein Zitat, wenn du direkt danach fragst. Social Proof hängt übrigens eng mit Conversion Optimierung zusammen — wenn dich das Thema interessiert, lies dir den Beitrag dazu durch.
Regel 4: Der CTA muss auffallen, nicht nerven
CTA steht für Call-to-Action. Das ist dein Button, dein Formular, dein "Jetzt anfragen". Und hier gibt es zwei Extreme, die beide nicht funktionieren.
Extrem 1: Der CTA versteckt sich irgendwo unten auf der Seite in grauer Schrift. Keiner findet ihn. Extrem 2: Drei Pop-ups, blinkende Banner und "JETZT SOFORT KAUFEN!!!" in Rot. Keiner klickt.
Was funktioniert: Der CTA sollte visuell herausstechen, aber zum Rest der Seite passen. Setz ihn einmal oben (above the fold) und einmal nach dem überzeugendsten Abschnitt — meistens nach dem Social Proof.
Der Text auf dem Button macht einen überraschend großen Unterschied. "Absenden" ist langweilig. "Jetzt kostenlosen Check anfordern" sagt dem Besucher genau, was passiert. Und es nimmt die Angst: kostenlos, unverbindlich, klar definiert.
Regel 5: Ladezeit killt Conversions
Laut einer Google-Studie verlassen 53% der mobilen Nutzer eine Seite, wenn sie länger als 3 Sekunden lädt. Bei Landing Pages ist das noch drastischer, weil der Besucher oft zum ersten Mal auf deiner Seite ist. Da gibt es keinen Vertrauensvorschuss.
Was Landing Pages langsam macht: Riesige Hero-Bilder ohne Komprimierung, eingebettete Videos die sofort laden, zehn verschiedene Fonts, WordPress-Plugins die das DOM zumüllen.
Was hilft: Bilder in WebP, Lazy Loading, minimaler Code. Wenn du deine Seite modern baust (z.B. mit Next.js statt WordPress), hast du das Ladezeit-Problem meistens gar nicht erst. Ich hab über Ladezeit-Optimierung schon ausführlicher geschrieben — schau dir den Beitrag an, wenn du tiefer einsteigen willst.
Regel 6: Mobile first, ohne Ausnahmen
Über 60% des Web-Traffics kommt von Mobilgeräten. Bei lokalen Suchen ("Webdesigner Stuttgart", "Friseur in meiner Nähe") sind es sogar über 75%.
Deine Landing Page muss auf dem Handy genauso gut funktionieren wie am Desktop. Große, tippbare Buttons (mindestens 48x48 Pixel). Formularfelder die nicht fummelig sind. Kein horizontales Scrollen. Click-to-Call Button für Mobilnutzer.
Ein Fehler den ich oft sehe: Die Desktop-Version sieht perfekt aus, aber auf dem Handy ist der CTA-Button unter drei Absätzen Text begraben. Test deine Landing Page immer zuerst auf dem Handy. Nicht als Zweites. Zuerst.
Regel 7: Testen, messen, anpassen
Deine erste Version ist nie die beste. Das ist okay. Der Vorteil einer Landing Page gegenüber einer Printanzeige: Du kannst alles messen und ändern.
Was du tracken solltest: Conversion Rate (wie viel Prozent der Besucher die gewünschte Aktion ausführen), Bounce Rate (wie viele sofort abspringen), Scroll-Tiefe (wie weit die Leute lesen) und Zeit auf der Seite.
Änder immer nur eine Sache gleichzeitig. Neue Headline? Testen. Anderer Button-Text? Testen. Anderes Bild? Testen. Wenn du alles auf einmal änderst, weißt du nicht, was den Unterschied gemacht hat.
Gute Conversion Rates für Landing Pages liegen je nach Branche zwischen 2% und 10%. Wenn du unter 2% liegst, stimmt meistens etwas Grundlegendes nicht. Dann nochmal die Regeln oben durchgehen.
Was bringt die beste Landing Page ohne Traffic?
Eine Landing Page allein macht keine Kunden. Du brauchst Leute, die drauf landen. Das kann über Google Ads laufen, über SEO, über Social Media oder über Empfehlungen.
Mein Rat: Starte mit einer Quelle und mach die richtig. Für lokale Unternehmen in Stuttgart und Umgebung ist meistens lokales SEO der beste Hebel — weil die Anfragen direkt von Leuten kommen, die aktiv nach deiner Leistung suchen.
Wenn du wissen willst, wie deine aktuelle Website performt und wo eine Landing Page Sinn machen würde — fordere einen kostenlosen Website-Check an. Ich schau mir an, was funktioniert, was nicht, und wo du konkret ansetzen kannst. Oder wirf einen Blick auf meine Leistungen, wenn du direkt loslegen willst.
Marius Klingl
Webentwickler aus Stuttgart. Baut schnelle, moderne Websites die Kunden bringen — keine Templates.