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Webdesign1. März 20265 min Lesezeit

Was kostet eine Website 2026? Der ehrliche Preisguide

Von 0 bis 15.000 Euro — was du wirklich für eine professionelle Website bezahlst, welche versteckten Kosten lauern und worauf du beim Angebot achten solltest.

Wenn du nach "Was kostet eine Website" googlest, bekommst du Antworten zwischen 0 und 100.000 Euro. Sehr hilfreich. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, aber wo genau, sagt dir fast niemand ehrlich. Ich versuchs trotzdem.

Die kurze Antwort

Eine professionelle Website für ein kleines oder mittleres Unternehmen kostet zwischen 1.500 und 10.000 Euro. Dazu kommen laufende Kosten von 20 bis 150 Euro im Monat.

Ja, das ist eine große Spanne. Aber die Unterschiede sind real und hängen von konkreten Faktoren ab. Nicht von Magie oder Agentur-Willkür.

Die 0-Euro-Falle

Wix, Jimdo, Squarespace. Du kannst heute in 20 Minuten eine Website zusammenklicken. Kostenlos oder für 10 Euro im Monat.

Funktioniert das? Technisch ja. Bringt es Kunden? Meistens nein.

Das Problem: Diese Baukästen spucken alle den gleichen Code aus. Gleiche Templates, gleiche Struktur, gleiche Geschwindigkeit (langsam). Google erkennt das. Deine Konkurrenz mit einer professionellen Seite rankt vor dir, weil deren Website technisch sauberer ist.

Wenn du ein Hobby-Projekt oder einen Blog für deine Familie baust, reicht ein Baukasten. Wenn deine Website Kunden bringen soll, reicht er nicht.

Was du für 1.500 bis 3.000 Euro bekommst

Eine solide Website mit 3 bis 7 Seiten. Startseite, Über uns, Leistungen, Kontakt. Responsives Design, also mobil-optimiert. Grundlegendes SEO — Meta-Tags, saubere URLs, Sitemap. Ein Kontaktformular.

Das reicht für viele kleine Unternehmen. Der Handwerker in Stuttgart, die Physiotherapie-Praxis, das kleine Café. Wenn du einfach online sichtbar sein willst und eine professionelle Visitenkarte brauchst, bist du hier richtig.

Was du für 3.000 bis 7.000 Euro bekommst

Hier fängt es an, interessant zu werden. Individuelles Design statt Template-Anpassung. Ein Content-Management-System, mit dem du Texte und Bilder selbst ändern kannst. Blog-Funktionalität. Erweiterte SEO-Optimierung mit Structured Data. Mehrere Formulare, vielleicht eine Buchungsfunktion.

Das ist die Kategorie, in der die meisten meiner Kunden landen. Du bekommst eine Website, die nicht nur gut aussieht, sondern aktiv Kunden bringt. Schau dir meine Leistungen und Preise an — dort findest du konkrete Pakete.

Was du für 7.000 bis 15.000 Euro bekommst

Mehrsprachigkeit. Komplexe Animationen. E-Commerce-Funktionen. Schnittstellen zu externen Systemen. Performance-Optimierung bis zum letzten Millisekunden-Detail.

Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen ist das Overkill. Aber wenn du international arbeitest, einen Online-Shop brauchst oder eine Branche hast, in der der erste Eindruck extrem zählt — Immobilien, Luxus, Entertainment — macht es Sinn.

Die versteckten Kosten, über die niemand redet

Domain: 10 bis 15 Euro im Jahr. Hosting: 5 bis 50 Euro im Monat. SSL-Zertifikat: kostenlos mit Lets Encrypt. E-Mail: 1 bis 5 Euro pro Postfach im Monat.

Das sind die technischen Basics. Die echten versteckten Kosten sind andere.

Viele Agenturen verkaufen dir eine Website und verschwinden dann. Sechs Monate später brauchst du eine Änderung — und plötzlich kostet jede Kleinigkeit 80 Euro pro Stunde. Oder dein WordPress braucht ein Update und nach dem Update funktioniert die Hälfte der Plugins nicht mehr.

Frag vorher immer: Was passiert nach dem Launch? Was kosten Änderungen? Wie läuft die Wartung?

Warum billig am Ende teuer wird

Ich sehe das regelmäßig: Jemand lässt eine Website für 500 Euro auf Fiverr bauen. Sechs Monate später kommt er zu mir, weil die Seite langsam ist, bei Google unsichtbar und auf dem Handy kaputt. Dann bauen wir alles nochmal von vorne.

Das ist keine Verkaufstaktik. Das ist Realität. Eine Website ist eine Investition. Wenn sie Kunden bringt, zahlt sie sich innerhalb weniger Monate zurück. Wenn sie keine bringt, war jeder Euro verschwendet — egal ob 500 oder 5.000.

Worauf du beim Angebot achten solltest

Lass dir immer ein Angebot mit Festpreis geben. Kein "circa" oder "je nach Aufwand". Du solltest vor Projektstart wissen, was du bezahlst.

Achte darauf, dass diese Punkte im Angebot stehen: Responsives Design. SEO-Grundlagen. Ein CMS für eigene Änderungen. Einweisung nach Launch. Mindestens 30 Tage Support.

Wenn eins davon fehlt, frag nach. Wenn der Anbieter ausweicht, such dir einen anderen.

Mein ehrlicher Rat

Gib nicht das Minimum aus. Gib das aus, was dein Geschäft braucht, um online Kunden zu gewinnen. Für die meisten Unternehmen sind das 2.000 bis 5.000 Euro für eine Website, die ihren Job macht.

Und wenn du unsicher bist: Lass uns reden. Ein 30-Minuten-Gespräch kostet nichts und danach weißt du, was du brauchst und was es kostet. Ohne Verkaufsdruck.

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MK

Marius Klingl

Webentwickler aus Stuttgart. Baut schnelle, moderne Websites die Kunden bringen — keine Templates.