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webdesign1. Januar 19707 min Lesezeit

Was kostet eine Website für Handwerker? (2026)

Du willst eine neue Website für deinen Betrieb, aber die Angebote gehen von 199 Euro bis 10.000 Euro? Hier erfährst du, was realistisch ist, was du bekommst und wo die Fallen stecken.

Du willst eine neue Website für deinen Betrieb. Also schaust du dich um, holst ein paar Angebote ein — und stehst vor einem kompletten Chaos. Einer will 299 Euro, der nächste 4.800, eine Agentur schreibt dir eine Offerte über 12.000 Euro.

Was ist davon jetzt seriös?

Kurze Antwort: Es kommt drauf an. Lange Antwort: Das erkläre ich dir jetzt.

Warum Preisvergleiche bei Websites so schwer sind

Das Problem bei Webseiten-Angeboten ist, dass du als Auftraggeber oft nicht weißt, was du kaufst. Drei Seiten HTML für 299 Euro klingt erstmal nach einem Deal. Aber wenn die Seite in zwei Jahren kaputt ist, niemand da ist, der hilft, und dein Kontaktformular nie funktioniert hat — was hat dir das dann gebracht?

Auf der anderen Seite: Nicht jeder Betrieb braucht eine Agentur-Website für 15.000 Euro. Ein Maler, der hauptsächlich über Empfehlung arbeitet und lokal bekannt ist, braucht was anderes als ein Dachdecker, der aktiv neue Kunden über Google gewinnen will.

Das Entscheidende ist nicht der Preis allein — sondern was du für dein Geld bekommst und ob dein Auftragnehmer versteht, was dein Betrieb braucht.

Was eine Handwerker-Website wirklich können muss

Bevor wir zu Zahlen kommen: Was braucht eine Website für einen Handwerksbetrieb tatsächlich? Das Minimum, das 2026 funktioniert:

  • Mobile-optimiertes Design — über 70 % der Suchanfragen kommen vom Smartphone. Wenn deine Seite auf dem Handy schlecht aussieht, verlierst du Anfragen, bevor jemand auch nur die Telefonnummer sieht.
  • Ladezeit unter 3 Sekunden — Google bewertet das, Nutzer erst recht. Wer länger warten muss, geht woanders hin.
  • Klares Kontaktformular und Telefonnummer — sichtbar, ohne scrollen. Das klingt trivial, wird aber erschreckend oft verbockt.
  • Grundlegende SEO-Optimierung — Titel, Beschreibungen, lokale Keywords. Ohne das findest du niemand über Google.
  • DSGVO-konformes Setup — Impressum, Datenschutz, Cookie-Banner wenn nötig. Ohne das riskierst du Abmahnungen.
  • Google Business Integration — deine Website und dein Google-Profil sollten sich gegenseitig stärken.

Was du zusätzlich brauchst, hängt von deinem Betrieb ab: Online-Termine, Bewertungs-Widgets, einzelne Seiten pro Leistung, eine Galerie mit Vorher-Nachher-Fotos. Das alles kostet extra Zeit und damit Geld.

Preisrahmen: Was du für welches Budget bekommst

Hier sind die realistischen Kategorien — ohne Schönreden.

Baukästen (Wix, Jimdo, 1&1): 10–40 Euro/Monat

Das klingt günstig, weil keine Einmalzahlung anfällt. Aber du bezahlst dauerhaft, hast wenig Kontrolle, und die Seiten sehen oft aus wie Seiten aus dem Baukasten. SEO-Möglichkeiten sind begrenzt, und wenn du mal wechseln willst, nimmst du nichts mit. Für einen Betrieb, der sowieso kaum online-affin ist und nur eine digitale Visitenkarte braucht: kurzfristig okay. Für jemanden, der Kunden über Google gewinnen will: zu schwach.

Günstige Freelancer oder Auslands-Agenturen: 500–1.500 Euro

Hier ist die Streuung riesig. Manchmal bekommst du eine ordentliche WordPress-Seite, manchmal ein Template, das deinen Namen und dein Logo eingefügt hat — und das wars. SEO: nicht vorhanden. Support danach: Glückssache. Das Hauptproblem ist nicht, dass die Leute nicht können, sondern dass sie bei 700 Euro schlicht keine Zeit haben, sich wirklich mit deinem Betrieb auseinanderzusetzen.

Lokaler Freelancer oder kleine Agentur: 1.800–4.500 Euro

Das ist der Sweet Spot für die meisten Handwerksbetriebe. Du bekommst individuelle Gestaltung, jemand der die lokale Konkurrenz kennt, solide SEO-Grundlage, und meistens auch Unterstützung nach dem Launch. Was du dafür erwarten kannst: 5–10 Seiten, Mobile-optimiert, DSGVO-ready, Grundlagen-SEO mit lokalen Keywords, Kontaktformular, Google-Integration.

Größere Agenturen: 5.000–15.000 Euro und mehr

Für die meisten Handwerksbetriebe nicht nötig. Für wen das Sinn macht: Betriebe mit mehreren Standorten, komplexen Anforderungen, oder die gezielt eine komplette Online-Marketingstrategie aufbauen wollen — nicht nur eine Website.

Die laufenden Kosten, die keiner nennt

Der Einmalpreis ist nur ein Teil der Geschichte. Eine Website kostet auch laufend Geld. Das wird in vielen Angeboten bewusst oder unbewusst ausgelassen. Was du einplanen solltest:

  • Hosting und Domain: 100–300 Euro pro Jahr, je nach Anbieter und Paket
  • Wartung: Updates, Sicherheit, Backups — das sollte jemand machen. Entweder du lernst es selbst, oder du zahlst 30–80 Euro im Monat für ein Wartungspaket
  • Änderungen: Preise anpassen, neue Leistungen, saisonale Texte — wer macht das, und was kostet eine Stunde?

Eine Website ist kein Produkt, das du kaufst und dann steht es da. Sie ist eher wie ein Auto — kaufen ist eine Sache, Betrieb und Wartung sind eine andere. Wer das nicht einplant, hat nach zwei Jahren eine veraltete, unsichere Seite, die niemanden mehr überzeugt. Was konkret passieren kann, habe ich in einem anderen Post beschrieben: Was passiert, wenn du Website-Wartung vernachlässigst.

Woran du einen seriösen Anbieter erkennst

Das ist vielleicht der wichtigste Abschnitt. Weil ein schlechter Anbieter dir auch für viel Geld etwas Schlechtes liefern kann.

Gute Zeichen:

  • Er fragt nach deiner Zielgruppe, deinen Leistungen, deinen bisherigen Kundenanfragen — nicht nur nach deiner Lieblingsfarbe
  • Er kann Referenzen zeigen, am besten aus deiner Branche oder Region
  • Er erklärt dir, was er macht und warum — du solltest verstehen, wofür du bezahlst
  • Er spricht konkret über SEO: welche Keywords, welche Suchanfragen, wie lange bis erste Ergebnisse realistisch sind
  • Er nennt dir klar die laufenden Kosten und was passiert, wenn du später etwas ändern willst

Schlechte Zeichen:

  • Er zeigt dir ein Template und fragt nur nach deinem Logo und Texten
  • Du bekommst kein konkretes Angebot, nur Tagespreise oder "kommt drauf an"
  • Er verspricht dir Platz 1 bei Google in 30 Tagen (niemand kann das garantieren)

Was du für dein Budget konkret erwarten kannst

Für die meisten Betriebe — Handwerker, Gastronomie, Dienstleister — reicht ein Paket zwischen 2.000 und 3.500 Euro, wenn es gut gemacht ist. Das beinhaltet Design, SEO-Grundlagen, DSGVO, und ein paar Stunden Support.

Was du vermeiden solltest: zu lange warten, weil das Budget nicht reicht — und dann doch bei einem 299-Euro-Anbieter landen, weil der am lautesten wirbt. Das kostet dich am Ende mehr: schlechte Anfragen, keine Google-Sichtbarkeit, und irgendwann eine komplett neue Seite.

Wenn du wissen willst, was eine Website für deinen konkreten Betrieb kosten würde und was dabei rauskommt — schreib mir einfach. Ich mache das kurz und ehrlich, ohne stundenlange Erstgespräche. Hier geht's zum Kontaktformular.

Fazit: Was kostet eine Handwerker-Website wirklich?

Eine gute Website für Handwerker kostet 2026 zwischen 2.000 und 4.500 Euro einmalig — plus laufende Kosten von 50–100 Euro im Monat. Wer darunter sucht, findet meistens Kompromisse, die sich rächen. Wer darüber liegt, sollte genau prüfen, was das Extra-Budget bringt.

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MK

Marius Klingl

Webentwickler aus Stuttgart. Baut schnelle, moderne Websites die Kunden bringen — keine Templates.